Morgen früh werde ich Cabedelo auf dem brasilianische Festland erreichen. Und da gibt es Supermärkte und wieder alles zu kaufen. Da lohnt sich doch mal eine Betrachtung meiner Vorräte an Bord. Weil ich ja nur alleine bin, habe ich nicht viel verbraucht, und bin mit allem gut ausgekommen. Mit dem Süßwasser war ich bei Kochen und Waschen so sparsam, dass ich von den 400 Liter aus Ziguinchor heute immer noch 300l übrig habe. Damit hätte ich also auch zwei Monate lang fahren können. Vom Trinkwasser in Flaschen sind noch 45l da (und die anderen 300l sind ja auch trinkbar, also verdurstet wäre ich nicht).

Grundnahrungsmittel habe ich auch reichlich: Reis, Bohnen, Nudeln und Olivenöl noch von den Kanaren, Kartoffeln und Zwiebeln aus Afrika, und Schokolade von den Kapverden - alles noch da. H-Milch ist bald alle, aber reicht noch. Bier und Wein habe ich unterwegs garnicht angerührt, aber vielleicht hilft mir da jemand, wenn ich meine Ankunft feiere. Konvervendosen habe ich kaum verbraucht, denn ich koche lieber frisches, solange ich kann, und behalte die Dosen als Notreserve. Insgesamt hätte alles also auch für eine Pazifiküberquerung gereicht.

Von 180l Diesel habe ich noch 120l. Bald knapp wird allerdings das Butangas zum Kochen. Von 3 Zylindern sind 2 leer, aber nur weil ich bewusst in Afrika nicht die leeren gegen volle getauscht habe, um keine rostigen, verbeulten afrikanischen Gasflaschen zu haben. Eine Flasche reicht mir etwa einen Monat.
Das einzige, was mir wegen Fehlplanung ausgegangen ist, ist Klopapier. Aber bei Mangel muss man eben improvisieren. In diesem Fall ganz einfach, denn Küchenpapier ist noch genug da.
Und was meine emotionalen Reserven angeht, da sieht es auch ganz gut aus. Ich habe noch Kraft und könnte sogar eine Weile weiter machen.
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