Ich blase mein Schlauchboot auf, fahre and Land und klariere im Hafenbüro ein, mit Polizei, Marine und Zoll. Damit bin ich jetzt offiziell in Brasilien. Der nette Hafenmeister gibt mir Kaffee, und schenkt mir als Geburtstagskuchen einen Muffin.
Dann fahre ich zurück, baue meine Fahrrad zusammen, und bringe es im Beiboot an Land (nicht leicht, aber geht). Dann erkunde ich die Insel. Sie ist nicht groß, aber hügeliger als ich erwartet habe. Gutes Training für Beine und Kreislauf, als Ausgleich für die ganz andere Belastung beim Segeln.
Es regnet oft. Es ist halt gerade Regenzeit, oder mit anderen Worten, die ITC ist immer noch hier. Wenn ein kräftiger Schauer kommt, stelle ich mich irgendwo unter und warte, oder ich werde eben pitschnass. Aber wenigstens ist es nicht kalt.
Einige der schönsten Strände von ganz Brasilien finden sich auf Fernando de Noronha. Es ist touristisch, aber es sind nicht wirklich viele Touristen da. Ein großer Teil der Insel sowie fast das gesamte Meer drumherum sind als Nationalpark geschützt. Alles ist auf Ökotourismus ausgelegt. Ein Besuch der Insel ist nicht billig, und nur reiche Brasilianer kommen hier her, meistens als Paar. Es ist schon ziemlich wild-romantisch hier.

An dem hinteren Strand sind kleine schwarze Punkte auf dem Wasser. Das sind Surfer.
An diesem Strand bin ich ganz alleine, bis auf die Seevögel (Tölpel), die Krebse, und den Hai, der im flachen Wasser schwimmt.
Die kleine Bucht ist von einem Cliff umgeben. Um herunterzukommen, muss man mit einer Leiter durch eine Spalte im Felsen klettern.
In dieser Bucht bin ich schnorcheln gegangen.
Man muss eine Schwimmweste mieten, ohne die man nicht ins Wasser darf, und man darf nicht tauchen oder den Boden berühren. Dafür bekommt man riesige Meeresschildkröten zu sehen, die hier grasen. Sie sind vom Aussterben bedroht und haben hier ein Schutzgebiet. Das Wasser ist perfekt, und man kann stundenlang plantschen ohne zu frieren, und dabei viele verschiedene tropische Fische sehen und durch große Schwärme von kleinen silbernen Fischen hindurchschwimmen.