Der Tag beginnt mit harter Arbeit. Es ist noch so vieles zu machen, bevor wir lossegeln koennen! Also wird bis Sonnenuntergang (etwa 6 Uhr) gefeudelt und gewischt und gewerkelt und geraeumt. Dann packen wir Kaya in ihren Tragebeutel und goennen uns einen Abendausflug nach Rabat. Da die Marina zu Sale gehoert und von Rabat durch einen Fluss getrennt ist, kann man nicht so einfach nach Rabat laufen. Was aber geht ist, zum Flussufer zu spazieren und sich fuer 2 Dirham (ca 20 Cent) in einem kleinen bunten Holzboot rueberrudern zu lassen. Zum Sonnenuntergang ist das wahnsinnig romantisch - ein bisschen wie Venedig auf arabisch. Nur billiger.
In Rabat suchen wir vor allem frisches Gemuese und einen Barbier fuer Michi. Zuerst jedoch landen wir im Teppich-Souk. Und wie das hier eben so ist - im Teppich-Souk gibt es nur Teppiche. Ein kleiner Laden am anderen, alle verkaufen die gleichen Teppiche. Wer Gemuese will, muss in den Gemuese-Suk. Ein bisschen wie bei Real - nur dass die einzelnen Abteilungen eben ueber die ganze Stadt verstreut sind. Wir umrunden die Altstadt und werden schliesslich fuendig - mehr als wir geplant hatten. Neben Gemuese entdecken wir lauter Staende mit billig gebrannten DVDs, 5 Dirham das Stueck. Da kann man doch nichts falsch machen.
An diesem Abend laeuft im Padma-Kino also "Into the Wild", ein Film ueber die authentische Geschichte eines jungen Mannes (Mitte 20), der alles aufgibt, sein Geld verschenkt oder verbrennt und lostrampt, quer durch Nordamerika bis nach Alaska, wo er lange alleine in der Wildnis lebt. Ein starker, beruehrender Film. Ein Film, der Mut macht und gleichzeitig irre traurig und nachdenklich darueber, was es eigentlich bedeutet zu leben. Worum geht es? Was braucht man zum gluecklich sein? Was braucht man nicht?
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