11.06.2013

Hai-Attacke

Ein schöner, ruhiger Morgen, irgendwo weit draußen vor der Küste von Surinam - leichter Wind von achtern, die Segel weit ausgebaumt.
Nach dem Frühstück (Pancake mit Erdnussbutter und Tee), werfe ich wie gewohnt meinen Teebeutel über die Reling. Schließlich habe ich einen Komposthaufen, der bedeckt über zwei Drittel der Erdoberfläche.
Aber diesmal, keine Sekunde nachdem der Teebeutel auf die Wasseroberfläche klatscht, zack, beißt ein Hai hinein! Zwei weitere Haie tauchen schnell aus der dunklen Tiefe auf. Der nasse Teebeutel passt anscheinend in ihr Beuteschema, hat wohl Größe, Gewicht und Konsistenz wie ein saftiger Fischhappen. Aber sie merken sehr schnell, dass der Teebeutel nicht so nahrhaft ist, und verschwinden bald wieder.
Die Fische sind zwar nur einen halben Meter lang, aber ganz schön aktiv. Interessante neue Begleiter, denke ich mir. Und gut, dass ich heute nicht schwimmen will.

Dann überlege ich mir, wie ich die Haifischchen wieder anlocken kann, um ein Foto zu machen, und bastele mir einen Köder aus einer nass zerknautschten Pappschachtel. Da beißen sie zwar nicht rein, kommen aber nah genug ran fürs Foto.


Später beißt einer in das Pendelruder von der Selbststeueranlage. Das Ruderblatt aus Aluminium glänzt wie ein großer Fisch, ist aber wohl härter als Haifischzähne und er gibt bald auf.

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